Biografie
Ich wurde 1967 in Bergisch Gladbach geboren und absolvierte nach dem Abitur ein Studium der Visuellen Kommunikation mit Schwerpunkt Grafikdesign an der Fachhochschule Köln (ehemalige Kölner Werkkunstschule) sowie das Diplom an der Fachhochschule Düsseldorf.
Nach 11 Jahren in Festanstellung bin ich seit 2004 selbstständig und betreibe ein eigenes Atelier in Hückeswagen.
Mit über 30 Jahren Erfahrung blicke ich auf zahlreiche erfolgreiche Projekte zurück, darunter Plakatgestaltung für die Münchner Philharmoniker und das Corporate Design für viele Theater und Festivals wie die Ruhrfestspiele Recklinghausen sowie die Buchgestaltung für das Museum Schloss Homburg zur Publikation „Kunst im öffentlichen Raum – Oberbergischer Kreis“.
​
Seit 2008 gestalte ich Briefmarken für das Bundesministerium der Finanzen und gehörte zu den wenigen Grafikdesigner*innen, die regelmäßig zu beschränkten Wettbewerben eingeladen werden. Bis heute sind über 30 Marken veröffentlicht worden, darunter die offizielle Weihnachtsbriefmarke der BRD von 2014, die den Stern von Bethlehem zeigt und in Linolschnitttechnik entstanden ist.
Ich wurde vom Art Directors Club of New York sowie vom Art Directors Club Deutschland ausgezeichnet und bin in Lürzers Archiv sowie von Graphis Poster New York veröffentlicht worden.
Meine Leidenschaft für die Druckkunst hat mich dazu gebracht, mich seit 2023 verstärkt der Freien Kunst in Form von Linolschnitt und -druck zu widmen. Diese Technik eröffnet mir kreative Möglichkeiten, Farben, Formen und Schrift auf einzigartige Weise zu kombinieren und meine künstlerische Stimme auszudrücken.

Typo, ergo sum.
Typo, ergo sum. ist meine künstlerische Philosophie, inspiriert von Descartes’ berühmtem Cogito, ergo sum. In Anlehnung an diesen Gedanken reflektiere ich, dass mein kreatives Schaffen in Form von Linolschnitten und Typografie nicht nur mein Tun, sondern auch mein Sein formt und definiert.
​
Ich gestalte, also bin ich.
Wenn ich meine Ideen in den Werkstoff schneide, fühle ich mich lebendig. Der kreative Akt des Schnitzens und Gestaltens gibt meinem Dasein Form und Inhalt. Jeder Schnitt in das Linoleum, das Entfernen von Material, das Herausarbeiten von Flächen, Buchstaben und Umrissen ist ein Ausdruck meiner Existenz und meiner Ideen. In diesem Prozess finde ich meine Identität und meine künstlerische Stimme.
​
Ich drucke, also bin ich.
Wenn ich Farbe auf meine Vorlage auftrage und den Druck ausführe, dann verbinde ich mich mit dem Material und dem Moment. Es gibt diesen wunderbaren einzigartigen Moment, wenn ich das Papier vom Druckstock abziehe und das Ergebnis zu Tage tritt. Der Druck zeigt, dass ich hier bin und meine Visionen umsetze. Es ist ein physisches Bekenntnis zu meinem Sein. Dieser Prozess ist für mich eine tiefe Manifestation dessen, wer ich bin.
Ich typografiere, also bin ich.
Die Schrift spielt in meinem Schaffen eine zentrale Rolle, denn sie ist ein kraftvolles Mittel, um Gedanken und Emotionen zu transportieren. Mit jeder typografischen Entscheidung forme ich nicht nur das visuelle Erscheinungsbild meiner Arbeiten, sondern gebe meinen Ideen eine Stimme. Durch die Wahl von Buchstaben und deren Anordnung kreiere ich eine Verbindung zwischen meinem Inneren und der Außenwelt, und ermögliche es den Betrachtern, in meine Gedankenwelt einzutauchen.
Ich mache Fehler, also bin ich.
Linolschnitt weist Ungenauigkeiten auf, es gibt „Druck“-Fehler und es entstehen auch unschöne Abdrucke. Ich feiere diese Aspekte meines Schaffens. Jedes Missgeschick ist eine Chance, zu wachsen und neue Wege zu entdecken. Diese Unvollkommenheiten machen mein Werk authentisch und menschlich. Ich habe gelernt, Fehler zu akzeptieren und sie als Teil meines kreativen Prozesses anzunehmen. Anstatt immer nach absoluter Perfektion zu streben, finde ich in diesen Unvollkommenheiten oft neue Inspiration.
Durch all diese Aspekte drücke ich nicht nur meine Kunst aus, sondern auch meine eigene Existenz. Mein Motto erinnert mich daran, dass jeder Schritt im kreativen Prozess – gleich ob erfolgreich oder nicht – auch in meinem Leben von Bedeutung ist und einen wertvollen Teil meiner Identität formt. Die Unterscheidung zwischen Kunst und Leben verschwimmt, und ich erkenne, dass jeder Moment, jede Erfahrung, mich prägt und bereichert.
Ich bin.
​